Herbst-Retreat im Maggiatal-unterwegs zwischen Bewegung, Natur und Genuss
- Diana

- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Es war mir eine riesige Freude, mein Herbst-Retreat im Maggiatal zu verbringen, da dieses Tal für mich einfach alles hat. Es ist mein Lieblingsort. Wenn ich auftanken will, gehe ich genau dorthin – immer wieder. Kaum bin ich da, wird der Kopf freier und ich merke: Genau das brauche ich.
Dieses Mal hat auch das Wetter mitgespielt: milde Temperaturen, klare Sicht und genau die richtige Mischung aus Sonne und frischer Luft. Besser hätten wir es wirklich nicht treffen können.

Tag 1 Ankommen und loslassen
Üppige grüne Vegetation und unberührte Natur, umgeben von majestätischen Gipfeln. Mit ihrer besonderen Atmosphäre, den traditionellen Tessiner Dörfern, ihrer Geschichte und Kultur ist das Vallemaggia eine Region, die sofort berührt.
Vom alten Ortskern von Maggia steigt eine lange Treppe hinauf zur Kapelle Santa Maria della Pioda. Schritt für Schritt lassen wir das Dorf hinter uns. Vorbei an Weinbergen, über die alte Steinbrücke. Für Menschen mit Höhenangst gilt: besser nicht nach unten schauen.
Der Weg führt weiter zwischen Kastanienbäumen hindurch, immer mit Blick auf die Maggia. Das Wasser begleitet uns, mal näher, mal weiter entfernt. Wir überqueren den Bach, bleiben kurz stehen, schauen, hören zu. Immer wieder entdecken wir kleine Wasserfälle entlang des Weges, ganz natürlich eingebettet in die Landschaft.
Unterwegs werden wir von Eseln freudig begrüsst. Ein Moment zum Schmunzeln, ganz leicht. Der Alltag ist zu diesem Zeitpunkt schon weit weg. Es hat sich eine ruhige, entspannte Stimmung eingestellt. Wir geniessen die Aussicht, das Unterwegssein und lassen los.
Der Rundweg führt uns weiter durch Kastanienwälder. Der Boden ist übersät mit Kastanien, wir laufen darüber, Schritt für Schritt, eingebettet in diese ruhige, herbstliche Landschaft. Ein grosser, eindrücklicher Wasserfall zieht uns in seinen Bann. Kühl, kraftvoll, so ein Ort, bei dem man am liebsten die Schuhe ausgezogen und hineingesprungen wäre.
Die Gruppe ist inzwischen angekommen. Gespräche entstehen fast von selbst, mal nebeneinander, mal durcheinander. Es wird gelacht, zwischendurch ist es still. Es fühlt sich stimmig an, gemeinsam unterwegs zu sein.
Am Ende des Tages kehren wir in einer Pizzeria ein. Feine Pizza, ein Glas Wein, müde Beine und zufriedene Gesichter. Die Stimmung ist leicht und warm. Ein gemeinsamer Abschluss, der den Tag rund macht und Lust auf den nächsten weckt.
Tag 2 Hoch hinauf zum Pizzo Leone
Nach einem leckeren Frühstück geht die Autofahrt Richtung Ascona. Noch etwas müde, aber mit Vorfreude im Gepäck starten wir in den zweiten Tag.
Gleich zu Beginn der Wanderung eröffnet sich einer der spektakulärsten Ausblicke auf den Lago Maggiore. Wir bleiben stehen, schauen hinaus, lassen den Blick schweifen. Der See liegt ruhig da, tief unten, fast unwirklich schön. Nach diesem ersten Innehalten gehen wir weiter.
Der Weg führt bergwärts, Schritt für Schritt, hinein in die Höhe. Der Blick auf den See begleitet uns noch eine Weile. Unterwegs begegnen wir einer Gruppe Hochlandrinder. Wir bleiben stehen, schauen hin und freuen uns über diese Begegnung.
Der Fussmarsch bis zum Gipfel dauert rund zwei Stunden. Der Weg fordert, aber er lohnt sich. Oben angekommen öffnet sich der Blick in alle Richtungen. Der Lago Maggiore, die Brissago-Inseln, der zerklüftete Ghiridone, das Centovalli und das Vigezzotal bis nach Italien liegen vor uns. Eine Weite, die still macht.
Auf dem Gipfel breitet sich ein Glücksgefühl aus. Wir sitzen, schauen, atmen. Es ist einer dieser Momente, in denen nichts fehlt.
Der Abstieg führt uns langsam wieder nach unten. Immer wieder begleitet uns der Blick auf den See und lädt zum Verweilen ein. Wir nehmen uns Zeit, bleiben stehen, schauen zurück.
Am Ende des Tages sind wir sehr müde und glücklich. Ein gutes, tiefes Gefühl, das bleibt.

Tag 3 Einfach sein und geniessen
Heute war Gemütlichkeit angesagt und ich liess mich von der Stimmung der Gruppe leiten. Wir spazierten der Maggia entlang und genossen den Tag. Kein Programm, kein Ziel.
Dolce far niente, wie der Italiener sagt.
Draußen unterwegs sein, gemeinsam erleben und merken, wie der Alltag leiser wird.
Auch dieses Jahr finden wieder Retreats im Maggiatal statt.
Wenn du Lust hast, draußen unterwegs zu sein, die Natur intensiv zu erleben und für ein paar Tage Abstand vom Alltag zu gewinnen, findest du alle Informationen auf meiner Website.
Fragen oder Gedanken dazu? Ich freue mich über einen Kommentar.



































































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