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Und plötzlich ist er da, dieser Glücksmoment

17. Sept.
3 Min. Lesezeit

Manchmal werde ich gefragt, warum mein Herzensprojekt eigentlich Glücksmomente Natur heisst.


Für mich bedeutet Glück nicht, dass immer alles gut ist. Ganz und gar nicht. Das Leben ist manchmal anstrengend, chaotisch, traurig oder einfach nur voll. Und ich glaube auch nicht daran, dass wir uns nur genügend positive Gedanken machen müssen und dann wird schon alles wunderbar.


Aber ich habe über die Jahre etwas anderes gelernt: Es gibt sie trotzdem. Diese kleinen Momente, in denen plötzlich alles stimmt.



Manchmal ist es oben auf einem Berg. Manchmal irgendwo im Wald, wenn das Licht durch die Bäume fällt. Ein anderes Mal sitze ich mit einer Gruppe nach einem langen Wandertag am Tisch, alle sind müde, jemand sagt irgendeinen Blödsinn und plötzlich lachen wir Tränen.


Und manchmal ist es überhaupt nichts Spektakuläres.

Ein Kaffee in der Sonne. Yoko, die irgendwo zufrieden neben mir liegt. Ein schöner Blick. Ein gutes Gespräch. Oder dieses Gefühl nach einer Wanderung, wenn die Beine müde sind und der Kopf endlich einmal ruhig geworden ist.

Früher hätte ich viele dieser Momente wahrscheinlich einfach mitgenommen und wäre schon beim nächsten Gedanken gewesen. Heute versuche ich öfter, einen Moment länger dort zu bleiben.


Interessanterweise beschäftigt sich sogar die Positive Psychologie genau damit. Forschende sprechen von Savoring: Gute Erlebnisse bewusst wahrnehmen und auskosten. Nicht indem wir uns etwas schönreden, sondern indem wir dem Schönen, das tatsächlich gerade da ist, unsere Aufmerksamkeit schenken.


Und weil es schade wäre, all diese kleinen Glücksmomente einfach wieder vorbeiziehen zu lassen, habe ich ein paar Ideen gesammelt, die ich auch meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gerne mitgebe.


Meine kleinen Glücksmomente-Tipps


Mach ein inneres Foto.

Halte einen Moment inne und speichere dieses Bild ganz bewusst für dich ab. Schau genau hin und versuche, diesen Augenblick wirklich in dir festzuhalten.


Nimm den Moment mit allen Sinnen wahr.

Was siehst du? Was hörst du? Was riechst du? Was spürst du? Je bewusster du einen schönen Moment wahrnimmst, desto intensiver bleibt er dir in Erinnerung.


Gib dich dem Moment hin.

Nicht schon überlegen, was als Nächstes kommt oder was du noch erledigen musst. Für einen Augenblick zählt einfach nur das, was gerade ist.


Sei dankbar für diesen Augenblick.

Es muss nichts Grosses sein. Einfach kurz wahrnehmen: Das ist gerade richtig schön.


Zeig deine Freude.

Lachen, jauchzen, singen, pfeifen oder einfach übers ganze Gesicht strahlen. Freude muss man nicht für sich behalten.


Mach dir bewusst, dass dieser Moment kostbar ist.

Gerade weil im Leben nicht immer alles schön und leicht ist, dürfen wir die guten Augenblicke umso mehr geniessen.


Und jetzt darf auch das Handy raus.

Nachdem du deinen Moment zuerst selbst erlebt und dein inneres Foto gemacht hast, kannst du natürlich auch ein richtiges Foto machen. Als Erinnerung für später.


Nimm deinen Glücksmoment mit nach Hause.

Schreib ihn in dein Tagebuch, ein paar Zeilen oder vielleicht sogar ein Gedicht. Oder erzähl jemandem davon. So darf ein schöner Augenblick noch ein bisschen länger bleiben.


Und vielleicht ist genau das auch die Idee hinter Glücksmomente Natur.

Ich kann niemandem versprechen, dass nach einem Wochenende in den Bergen plötzlich alles leichter ist. Und das möchte ich auch gar nicht.

Aber ich kann Räume schaffen, in denen wir wieder etwas mehr Zeit haben für das, was im Alltag schnell untergeht: Natur, Bewegung, Begegnungen, gemeinsames Lachen, gutes Essen, Ruhe und diese kleinen unerwarteten Momente, die man nicht planen kann.


Glücksmomente kann man nicht bestellen. Aber man kann lernen, sie nicht zu verpassen.


In diesem Sinne wünsche ich dir ganz viele kleine und grosse Glücksmomente, draussen in der Natur und überall dort, wo du sie vielleicht gerade nicht erwartest.


Herzlich

Diana






 
 
 

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